Zuviel für einen kleinen Kopf?

Das fragte ich mich eben, weil ich tatsächlich nicht mehr wußte, was ich gestern eigentlich gemacht habe. Geht euch das auch manchmal so? Da sind die Tage so voll, dass bereits am nächsten Tag die Erinnerung den vorangegangenen schwer fallen. Sowas aber auch….

Gestern war mein letzter offizieller Arbeitstag in der alten Firma. Morgens fuhr ich also nach Braunschweig um Dienstwagen, Notebooks, Schlüssel und Mobiltelefon abzugeben. Ich kam mir ein bisschen vor wie damals vor 30 Jahren (Hilfeeee!!!! Sooo lange schon??? *schluck*) bei der Ausmusterung der Bundeswehr. Alles abgeben, Listen unterschreiben, gehen. Nach 15 Jahren „Time to say goodbye“. Ich war seltsam ruhig dabei. Ich ging ja im Guten. Viele gute Wünsche begleiteten uns (Ilona war natürlich mit, denn mein Ford blieb ja dort). Es gab noch einen tollen Präsentkorb, den alle Kollegen zusammengelegt hatten. Sicher werde ich dadurch noch eine ganze Weile an die Truppe denken. Besonders, wenn ich morgens auf die Waage stehe, denn der Korb ist voll mit richtig ungesunden, stark zuckerhaltigen Sachen. LECKER!!!!! 🙂

Ganz zum Schluss wurde es dann auch noch kurz richtig emotional. Aber ich fand das schön. Zeigt es mir doch, dass die Firma eben „nicht nur Arbeit“ war, sondern auch persönliche Bindungen entstanden sind. Ich freue mich darauf, diese Verbindungen auch weiterhin in meinem „neuen Leben“ aufrechterhalten zu können.

Nachmittags gab es dann wieder im Geschäft zu tun. Während Vater und Lars tapezierten machte ich erst mal „klar Schiff“. Es hatte sich schon wieder soviel Staub angesammelt. Und ich selbst hatte beim Streichen auch nicht immer darauf geachtet nicht zu kleckern.

Heute der erste Tag selbstständig. Und tatsächlich: ich arbeitete selbst und ständig. Bin nun auch rechtschaffend müde – aber glücklich. Alles hat geklappt. Morgens zum Amt, dann spontan zum Zahnarzt, weil ein Stück provisorischer Füllung abgebröselt war und an der Zunge piekste. Ich kam sofort dran, weil just kurz vorher jemand abgesagt hatte. Toll. Fünf Minuten drin. Fertig. Weg.

Dann tapezierte Lars weiter, während ich die Lammfellrolle mit Binderfarbe schwang.

Dann Mittagspause mit einem leckeren Gyrostäschchen und anschließend nahm ich mir meinen neuen PC vor, der mich zukünftig im Büro unterstützen sollte. Ich hatte einen Rechner ohne Betriebssystem gekauft, da ich noch eine Vollversion Windows 7 habe. Rechner aufgebaut, Betriebssystem drauf, Software drauf, Updates drauf. Passt! 🙂

Lars schlug wieder auf. Wir holten uns den Transporter meines Bruders, der ihn mir immer ganz toll zur Verfügung stellt, wenn ich mal ein größeres Fahrzeug benötige, und fuhren ins Möbelhaus. Dort wuchteten wir 14 Regale mit insgesamt 592 KG in den Laderaum und fuhren in den Laden. Ausladen und dann wurden wir übermütig: Wir fuhren noch einmal los und karrten weitere 12 Regale des gleichen Typs mit einem, diesmal vom Geschäft gestellten, Hubwagen zum Transporter. Danach hatten wir uns ein Eis verdient. Die Rückfahrt verlief glatt, das Abladen funktionieret problemlos und ich strahle noch immer. Denn diese Arbeit sollte erst morgen fertig werden. So haben wir die Chance morgen noch einmal zu fahren und vielleicht den ganzen Rest zu kaufen. Das wäre richtig genial!

Ich bin sehr gespannt und vor allen Dingen sehr dankbar, wie alles bisher so lief und alles in einander passte; wie sich so Vieles fügte und ergab, dass ich immer wieder nur staunen darf.

Ich wiederhole mich: es gibt keine Zufälle! – Nur das, was uns so zufällt.

Genial oder? 😀

Bis demnächst!

A. K.

künftiger Inhaber einer wunderbaren christlichen Buchhandlung im Großraum Wolfsburg, Gifhorn, Braunschweig, Helmstedt.

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