Und wieder etwas gelernt

Da hatte man schon den ganzen Tag den Kopf unten und denkt bei sich: „So, dann ab nach Hause. Bissken watt lecker für zum Essen machen tun und ne Runde vor die Glotze. Mehr ist nicht mehr drin.“

Nun ja, und das habe ich dann auch getan.

Ist ja durchaus auch mal so, dass ein nettes leichtes Filmchen kommt, das ohne in Anspruchname des Gehirns dazu dienen kann, wertvolle Zeit seines Lebens vor einer mehr oder weniger flimmerfreien, glatten Oberfläche mit Hintergrundbeleuchtung sitzend zu verbringen.

Die Figuren sind sympathisch, wenn es „die Guten“ sind und sie sind unsympathisch, wenn es „die Bösen“ sind. Die Story entspringt nicht der „realen Wirklichkeit“ (kann man das so sagen oder ist das ein Widerspruch in sich? – Egal), also die Geschichte ist etwas an den Haaren herbeígezogen und das Strickmuster lässt sich schnell durchschauen. Was die Sache dann „spannend“ macht, ist, dass man zwar weiss, es wird demnächst noch eine unverhoffte Schicksalswendung geben – wie gesagt, Strickmuster ist schnell durchschaut – aber, es ist eben nicht bekannt, welche Variante der verschiedenen Schicksalswendungsmöglichkeiten in diesem Drehbuch verwendet wurde. Also bleibt man am Ball, um herauszufinden, ob dieser Autor mal eine andere oder zumindest eine etwas erfrischenderer Wendung ersonnen oder abgekupfert hat.

Das ist soweit ja auch durchaus in Ordnung, so lange diese Art der Freizeitbeschäftigung sich in einem Rahmenm hält, der einen maximal wöchentlichen Rhythmus hat. Eine kürzere Frequenz dieser Art von „Kunstgenuß“ dürfte über kurz oder lang zum Ausfall bestimmter Hirnregionen führen, die für die höheren und wesentlich komplexeren Vorgänge als Atmen und Blinzeln zuständig sind und diese in degenerative Tiefen fallen lassen. Stumpsinniges Starren und flache Atmung wurden nicht selten bei Dauerfernsehzuschauern beobachtet.

Nun gut. Heute ist ja bei mir eine Ausnahme. Und ich genieße es durchaus mal.

Und dennoch stellt sich der geneigte und ausdauernde Leser nun berechtigterweise die Frage, an welcher Stelle denn der in der Artikelüberschrift bereits in Vorwegnahme genommene Lerneffekt Erwähnung bzw. seine Daseinberechtigung findet.

Der Lerneffekt ist die Erkenntnis, dass Winfried Kuhn  in seinem kleinen Büchlein „Der Feind in unseren Köpfen“ recht hatte. (Winfried Kuhn wird im November bei uns im SCM Shop Fallersleben sein. Hier ist der Flyer zum Download)
Die Geschichten, die uns „heutzutage“ so vorgesetzt werden, sehen auf den ersten Blick so nett, fröhlich und unterhaltsam aus. Und wenn man genauer hinschaut, was passiert da so ganz „nebenbei“ (denn es gehört nicht zur Haupthandlung)

Da betrügt eine Frau ihren Mann mit dessen bestem Freund. Der Mann haut ab und lernt eine andere Frau kennen, die wiederum weiss, dass er betrogen wurde, also letzlich immer noch verheiratet ist. Dennoch fangen beide etwas mit einander an. Dann taucht die Ehefrau auf und will sich versöhnen. Der Mann hat sich zwischenzeitlich in die andere verliebt. Damit ist die Ehe „natürlich“ beendet. Die „neue“ Frau erfährt dann während des Films, dass sie das Produkt eines „Seitensprunges“ ihrer Mutter ist.

Das hört sich alles schon nach einem richtigen Drama an. Doch nein! Das alles ist simple Rahmenhandlung. Alles ganz normal!

Und das ist der Lerneffekt: wir können gar nicht genug aufpassen, was wir sehen und auch was wir lesen oder sonstwie konsumieren. Auch (und gerade auch) das Internet ist nicht frei davon. Da werden zweifelhafte Inhalte ganz nebenbei salonfähig gemacht. Ehebruch und Seitensprung: das kommt halt vor! Alles ganz easy! Alles ganz normal!

Ich finde diese Entwicklung sehr fatal.

Da lobe ich mir die Medien, die wir im SCM Shop Fallersleben anbieten. Ja, die Romane sind auch zum Teil reine Unterhaltung und erheben keinen ganz hohen Anspruch. Aber was sie von den „weltlichen“ Romanen unterscheidet, ist die Tatsache, dass in ihnen ein Welt-, Menschen- und Wertebild vermittelt wird, das der Bibel entspricht ohne vor den Herausforderungen unseres Lebens die Augen zu verschließen.

Es gibt eben immer auch andere Lösungen.

Bis demnächst

Andreas

Inhaber DER christlichen Buchhandlung im Großraum Wolfsburg, Gifhorn, Braunschweig, Helmstedt. Fallersleben, Bahnhofstr. 10. Öffnungszeiten: Mo – Fr 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr Sa 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr, Tel. 05362 126280

P.S. Schulbücher gibt es auch bei uns!

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