Einfach genial

Es gibt viele Jobs auf der Welt.

Leichte Jobs, schwere Jobs, langweilige Jobs, aufregende Jobs, wichtige Jobs, weniger wichtige Jobs, gut bezahlte Jobs, weniger gut bezahlte Jobs, schlecht bezahlte Jobs, Jobs für Frauen, Jobs für Männer, Jobs für Rentner, Jobs für Schüler, schmutzige Jobs, saubere Jobs. Jede Menge Jobs.

Überall wird von Jobs gesprochen. Jobsuche, Jobcenter, jobben, Ferienjob, Minijob, Midijob…

Wo ist eigentlich der gute alte „Beruf“ geblieben?

Wenn ich mich so umschaue, habe ich immer mehr das Gefühl, als wäre Arbeit immer (oft?) „nur“ ein Job. Also irgendwie etwas fast schon Lästiges, mit dem Flair einer gewissen Vergänglichkeit, etwas „Vorrübergehendes“.

Dabei kommt Beruf doch ursprünglich vom Wort Berufung. Was ist das? Schauen wir einmal bei Wikipedia nach.

Erste Version: Berufung (Amt), die Bitte, ein Amt anzunehmen, in der Regel eine Professur – Ich denke, das ist es noch nicht so ganz.

Zweite Version: Berufung (Religion), im religiösen Kontext das Verspüren eines „inneren Rufes“ zu einer bestimmte Lebensaufgabe oder einen bestimmten Dienst in der Kirche – Ich denke, das trifft es schon eher.

Aber mir fällt auf, dass diese Art Berufung offenbar nur noch im kirchlich-religiösen Umfeld angesiedelt wird. Schauen wir doch noch einmal unter Beruf nach: Unter dem Beruf versteht man diejenige institutionalisierte Tätigkeit, die ein Mensch für finanzielle oder herkömmliche Gegenleistungen oder im Dienste Dritter regelmäßig ausübt bzw. für die er ausgebildet, erzogen oder berufen ist.

Hoffnung keimt auf: zum Ende des ersten Satzes steht dort: „…oder berufen ist.“ Aber es steht ganz am Schluß.  Davor kommt erst einmal das Finanzielle. Schade eigentlich.

Gibt es ihn doch noch, den „Job“, zu dem man sich „berufen“ fühlt? Ein Job, eine Tätigkeit, die nicht „nur“ bloße Tageszeitfüllung mit einem am Monatsende ausgezahlten mehr oder weniger hohen „Schmerzensgeld“ ist? Die Tätigkeit, die einem mit Leib und Seele begeistert? Die einem im wahrsten Sinne zum „Aufblühen“ bringt? Die Arbeit, die echte „Erfüllung“ bringt?

Mein Eindruck ist, dass das Gros der Menschen ihre „Erwerbstätigkeit“ sehr häufig nur als lästiges Mittel zum Füllen des Kontos ansieht. Das spiegelt sich m.E. auch in den vorhandenen Definitionen des Wortes Berufung wider. Berufung ist etwas für die Kirche, für religiöse oder vielleicht noch charitative Zwecke. Zum „Geldmachen“ ist das nichts. Und das stimmt sicher in den meisten Fällen charitativer, seelsorgerlicher „für den Menschen“ gemachten Tätigkeiten. Reich wird man bei diesem „Job“ nicht.

Oder etwa doch?

Wie ist es, wenn ich morgens gern zur Arbeit gehe? Wie ist es, wenn die Sache, die ich tue, mein Herz erfüllt und ich für diese Stelle dankbar sein kann? Wie ist es, nach der Arbeit rundum zufrieden nach Hause zu kommen, wissend den ganzen Tag über etwas getan zu haben, was sinnvoll ist. Etwas getan zu haben, was Menschen weiter gebracht hat, ihnen geholfen oder ihnen einfach nur gedient hat? Wie ist es, wenn ich mich abends zurücklehnen kann, auf mein „Tagewerk“ schaue und sagen kann: „Danke, Herr! Du hast mir diese Arbeit gegeben. Du hast mich dazu berufen, hier an dieser Stelle meinen Mann, meine Frau zu stehen.“

Kann ein Haufen Geld, mehr als ich im Monat ausgeben kann, dagegen anstehen? Kommt der stressige Aufstieg auf der vermeintlichen Karriereleiter mit einem erfüllten Leben mit?

Ich wünsche dir, dass du deine Berufung findest, dass du einen Job hast, den du annehmen kannst und der dich befriedigt. Egal, was du tust. Ob du Strassen kehrst, Menschen operierst, Toiletten putzt, Kinder erziehst, alte Menschen pflegst, Aktien verkaufst, Heizungsrohre verlegst oder am Band in einer Produktionshalle stehst: versuch doch einfach mal für vier Wochen so zu tun, als gäbe es keinen besseren Arbeitsplatz auf der Welt, als den, an den du zurzeit gestellt bist.

Nach vier Wochen, kannst du deine Erfahrungen ja gern mal als Kommentar hier ins Blog schreiben. Wie wär es?

Ein kleiner Wermutstropfen ist allerdings doch bei dieser Sache: der beste Job der Welt ist leider bereits besetzt! – Von mir! 🙂

Bis demnächst

Andreas

Inhaber DER christlichen Buchhandlung im Großraum Wolfsburg, Gifhorn, Braunschweig, Helmstedt.

SCM Shop Fallersleben
Buchhandlung Andreas König
Bahnhofstr. 10
Öffnungszeiten: Mo – Fr 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr Sa 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr, Tel. 05362 126280

 

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