Mord mit Stil ist auch nicht besser

Liebt ihr Agatha Christie?

Wenn ihr diese Frage mit JA beantworten könnt, dann liegt ihr bei „Mord mit Stil ist auch nicht besser“ goldrichtig.

Ich habe schon eine ganze Weile an dieser Neuerscheinung gelesen und gestern habe ich es endlich geschafft, zu erfahren, wer [ZENSUR]. Ups! Verraten wollte ich natürlich nichts. Denn bei einem klassischen „Who done it“ Krimi, muss ein Buchrenzensent unheimlich aufpassen, um nicht alles zu verraten.

Vielleicht fragt ihr euch nun, warum ich „eine ganze Weile“ an „Mord mit Stil ist auch nicht besser“ gelesen habe? Ganz einfach: ich machte den Fehler, drei Bücher parallel zu lesen. Und so dauert es dann scheinbar viel länger, als gewöhnlich, bis ein Buch gelesen ist.

Doch ganz ehrlich: wenn mir das nächste Mal ein Krimi a la Agatha Christie wie „Mord mit Stil ist auch nicht besser“ vorliegt, werde ich ihn separat und am Stück lesen. Ein bisschen aufmerksam muss man in diesem Genre schon sein, wenn man nicht – wie ich es machen musste – bei jedem Leseansatz, ein paar Seiten zurückblättern will, um wieder im Geschehen zu sein. „Who done it“ Krimis haben ja bekanntlich die Eigenheit, eine Vielzahl von Personen und Geschehnissen anzubieten und damit den Leser immer mal wieder auf eine falsche Fährte zu locken. Aber das macht ja gerade den Reiz solcher Krimis aus, oder?

Drew Farthering ist ein junger Lord aus einer reichen Unternehmerfamilie. Er und sein Freund Nick lieben Kriminalfälle – zwischen zwei Buchdeckeln. Sie mögen die „Zehn Regeln für einen fairen Kriminalroman“ von Ronald Arbuthnott Knox, welche dieser in seinem 1929 erschienenen Buch „Dekalog“ definierte. Als dann auf dem Anwesen der Fartherings ein recht heftiger Mord geschieht (Details erspare ich euch), sind sie persönlich davon betroffen und wollen ihr kriminalistisches Wissen nun in der Realität umsetzen. Zusammen mit der Amerikanerin Madeleine, die Drews Gedankenwelt nicht nur mit ihren Reizen, sondern auch mit ihrem Glauben durcheinanderbringt, versuchen sie die Geheimnisse zu lüften. Die Frage ist nun, halten sich echte Mörder auch an die „Regeln für einen fairen Kriminalroman“? Oder sie die Realität vielleicht ganz anders aus?

Ich schrieb eben, dass ich euch Details des Mordes ersparen wolle. Dies geschah nur, um die Spannung nicht vorwegzunehmen. In christlichen Kriminalromanen wie in „Mord mit Stil ist auch nicht besser„, geschehen zwar auch schreckliche Verbrechen, doch im Gegensatz zu den Titel des allgemeinen Buchmarktes, wird die Darstellung von Gewalt zwar nicht ausgeblendet, aber sie wird eben nicht „zelebriert“ und bis in alle gruseligen oder gar ekeligen Einzelheiten auseinanderpflückt und aufgebauscht. Ein Mord ist an sich schon eine schreckliche Sache.

Was mir an dem im Jahr 1929 spielenden „Mord mit Stil ist auch nicht besser“ besonders gut gefiel, waren die zum Teil recht witzigen Dialoge der Akteure. Trotz des Themas Mord liegt, so mein persönliches Empfinden, immer ein „Schmunzeln in der Luft“. Klingt jetzt vielleicht ein bisschen seltsam, ich kann es aber nicht besser beschreiben.

Wer, wie eingangs schon erwähnt, Agatha Christie mag, der sollte sich „Mord mit Stil ist auch nicht besser“ unbedingt beschaffen und – zum Beispiel am Pool – in aller Ruhe genießen und Mitraten, wer denn der Bösewicht oder die Bösewichtin war.

ICH weiß es ja schon! 😉

Bis demnächst

Andreas

Inhaber DER christlichen Buchhandlung im Großraum Wolfsburg, Gifhorn, Braunschweig, Helmstedt.

SCM Shop Fallersleben
Buchhandlung Andreas König
Bahnhofstr. 10

Mord mit Stil ist auch nicht besser
Deering, Julianna
Krimi
SCM Hänssler
Juni 2014
Paperback
352

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