Wilde Wasser

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Wilde Wasser“ beginnt gleich richtig heftig.

Als Leser „erlebt“ man auf den ersten Seiten hautnah einen Flugzeugabsturz in Alaska mit. Prolog zu Ende. Pause?

Nein.

Es geht sogleich weiter mit einer spektakulären Bergungsaktion. Erst danach gönnt die neue Autorin Dani Pettrey ihren Lesern eine Verschnaufpause.

Aber keine Angst „Wilde Wasser“ ist kein Thriller, der einen kaum zu Atem kommen lässt. Die Autorin versteht es Thrillerelemente und gute Charakterzeichnungen mit einander zu mischen, so dass „Wilde Wasser“ immer spannend bleibt und dennoch viel Tiefgang hat. Und das hat nicht nur mit den Tauchgängen der Protagonisten zu tun.

Bailey Craig kehrt zur Beerdigung ihrer Tante heim nach Yancey, Alaska. Sie hat kein gutes Gefühl dabei, denn ihre Vergangenheit lastet schwer auf ihrer Seele. In ihrer Jugend hat sie so ziemlich alles mitgemacht, was man als junges, attraktives Mädchen so mitmachen kann. Nicht umsonst war sie in der Stadt als „Betten-Bailey“ bekannt. Wie wird sie die Konfrontation mit ihrem früherem Leben verkraften?

Bailey ist nach ihrer Bekehrung und Wiedergeburt zu einer anderem Menschen geworden. Sie schämt sich dessen, was sie sich und anderen angetan hat. Einige der alten „Freunde“ lassen sie auch deutlich spüren, was sie noch immer in ihr sehen. Das schmerzt natürlich sehr.

Aber es sind nicht alle so.

Es gibt Christen in der Stadt, die sie von früher kennen, sie aber dennoch annehmen. Zwischen einigen Personen in „Wilde Wasser“ gibt es noch eine ganze Menge Dinge aufzuarbeiten. Doch wie kommt man sich nach den vergangenen Geschehnissen wieder nahe, wie kann man verlorenes Vertrauen wieder aufbauen? Glimmt alte Liebe noch?

Und dann gibt es Tote in Yancey. Schnell wird klar, das es Morde sind. Wer steckt dahinter? Was hat Baileys verstorbene Tante in Russland gemacht? Was suchen die Unbekannten in Baileys Wohnung?

Neben den schon erwähnten Entwicklungen der handelnden Personen deckt Dani Pettrey immer mehr die Geheimnisse um die mysteriösen Morde auf. „Wilde Wasser“ bleibt somit spannend bis zum Schluß.

Dennoch ist „Wilde Wasser“ für mich kein Thriller im herkömmlichen Sinne. Zugegeben, auf manches Morddetail hätte ich beim Lesen noch verzichten können. Aber das liegt wohl mehr an meiner momentanen eher auf Harmonie und Wohlfühlen ausgelegten Verfassung. 😉

Gute Charaktere, christlicher Glaube. Neuanfang nach der Wiedergeburt im Glauben, Vergebung. Das sind die zentralen „werthaltigen“ Themen von „Wilde Wasser„.

Ein guter Roman für gemütliche Lesestunden.

Ich bin gespannt, was wir von der Autorin in der Zukunft noch hören werden. Pardon: lesen werden! 😉

Bis demnächst

Andreas

Wilde Wasser Book Cover Wilde Wasser
Dani Pettrey
Roman
Francke
Januar 2015
Paperback
336

1 Response

  1. 23. Dezember 2015

    […] der Autorin kennen den Ort in den Bergen ja bereits aus „Wilde Wasser„, in dem Bailey und Cole die Hauptrollen […]

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